Bypass Bridges Linz

Linz, A7 Mühlkreis Autobahn

Planungsdaten
Bypass-Brücken zur bestehenden VOEST Brücke in Linz für den motorisierten Verkehr, Radfahrer und Fußgänger

1. Platz im EU-weiten, offenen,
einstufigen Realisierungswettbewerb
Wettbewerb: Februar 2014

Projektdaten
Gesamtlänge einer Brücke: ca. 420m
Größte Spannweite eines Brückenelementes: ca. 140m
Baukosten: 69 Mio. €

Auftraggeber
ASFINAG

Team
Architektur:
SOLID architecture

Statik:
BERNARD Ingenieure ZT GmbH
RWT PLUS ZT GmbH

Die VOEST Brücke in Linz wurde 1972 fertig gestellt und quert als Teil der Autobahn A7 die Donau. Auf beiden Seiten der VOEST Brücke wird jeweils eine zusätzliche Brücke errichtet, um während der anstehenden Instandsetzung der VOEST Brücke den Verkehr der A7 über diese Brücken führen zu können. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten dienen die Brücken der Entflechtung des Verkehrs sowie der Auf- und Abfahrt auf die A7 und bilden einen “Bypass“ zur VOEST Brücke.

Ein Brückenensemble
Das Tragwerk der VOEST Brücke besteht aus einem Pylon mit drei Abspannungen in beide Richtungen. Die beiden Bypassbrücken nehmen diese Tragstruktur mit jeweils einem Pylon und einer Abspannung in beide Richtungen auf.  Zusammen bilden der Pylon der VOEST Brücke und die Pylonen der Bypassbrücken ein dreidimensionales Gebilde. Je nach Blickrichtung stehen die Pylonen in einer anderen räumlichen Konstellation zueinander. Durch ihre Höhe sind die Pylonen von weitem sichtbar. Es entsteht ein  Ensemble mit Landmarkqualität.

Dieses neue Brückenensemble ist hierarchisch klar gegliedert. Hauptteil ist die VOEST Brücke, sekundäre Elemente sind die beiden Bypassbrücken. Ablesbar ist diese Hierarchie an der geringeren Höhe und dem schlankeren Querschnitt der Pylonen der Bypassbrücken sowie an deren geringeren Anzahl an Abspannungen. Achsabstände und Neigungswinkel der Abspannungen der Bypassbrücken orientieren sich an der Geometrie der VOEST Brücke.

Jede Bypassbrücke besteht aus zwei Brückenabschnitten: Der Schrägseilbrücke (Pylon mit Abspannungen) im Bereich des Flussbettes der Donau und Hohlkastenbrücken im Bereich des angrenzenden Überschwemmungsgebietes.

Fußgänger und Radfahrer
Für Fußgänger und Radfahrer soll eine attraktivere Donauquerung geschaffen werden. Im Moment verläuft der Fußgänger- und Fahrradweg auf der VOEST Brücke durch eine Leitplanke getrennt neben der Autobahn.
Auf den Bypassbrücken werden die motorisierten und nicht motorisierten Verkehrsströme baulich voneinander abgesetzt, im Bereich der Schrägseilbrücke durch die Tragstruktur der Brücke,  im Bereich der Hohlkastenbrücke durch Differenzierung der Höhenlage. Eine zusätzliche Trennung der beiden Verkehrsströme entsteht mit der Ausführung einer geplanten Lärmschutzwand.
Auf der über 400 Meter langen Strecke der Donauquerung schafft die Teilung des Fuß- und Radweges in einen langsam ansteigenden Teil im Bereich der Hohlkastenbrücke und in einen annähern horizontal verlaufenden Teil im Bereich der Schrägseilbrücke räumliche Abwechslung und verkürzt die Strecke visuell.
Die auf beiden Ufern symmetrische Anordnung der Aufgänge zu dem Fuß- und Radwegen erleichtert die Orientierung.

Räumliche Fassung des Motorisierten Verkehrs
Das Tragwerk der VOEST Brücke und das Tragwerk einer Bypassbrücke bilden jeweils die äußere Begrenzung des motorisierten Verkehrs in eine Richtung. Durch diese räumliche Fassung eines Verkehrsstromes wird auch funktional  die Einheit von Bestand und Erweiterung erzielt.

Beleuchtung
Mit dem Lentos und dem Ars Elektronica Center befinden sich direkt an der Donau zwei intensiv mit künstlichem, farbigem  Licht bespielte Kultureinrichtungen. Das Ensemble der VOEST Brücke erhält eine, der Bauaufgabe Infrastruktur angemessene, einfarbige Beleuchtung.  Die drei hoch aufragenden Pylonen bilden den Abschluss des als Kulturmeile genutzten Donauabschnittes in Linz. Die Inszenierung der Pylonen mit künstlichem Licht unterstreicht die abstrakt künstlerische/industriell anmutende  Ausstrahlung des Ensembles der VOEST Brücke.

Bypass Bridges Linz

Linz, A7 Mühlkreis Autobahn

Planning Data
Bypass-bridges fpr the existing VOEST bridge in Linz for motorised vehicles, bicycles and pedestrians

1st prize in EU-wide,
open competition
Competition: February 2014

Project Data
Lenght: approx. 420m
Free span: approx. 140m
Building costs: 69 Mio. €

Client
ASFINAG

Team
Architecture:
SOLID architecture
Structural engineering:
BERNARD Ingenieure ZT GmbH
RWT PLUS ZT GmbH

The VOEST Bridge in Linz was completed in 1972 and crosses the Danube as part of the A7 / Mühlkreisautobahn motorway. Along each side of the VOEST Bridge an additional bridge will be built to take up the traffic of the A7 during the repair of the VOEST Bridge. After the repair works completion these two bridges will serve as bypasses to the VOEST Bridge for local traffic.

An ensemble of bridges
The structural system of the VOEST Bridge consists of a pylon with three tension cables on each side. The Bypass Bridges take up this structural system by using a pylon and one tension cable on each side.
In combination these three bridges form an ensemble with landmark character. Depending on the angle of view the three pylons form a specific spatial structure which, due to the height of the pylons, is visible from far away.

The new ensemble of bridges is hierarchically structured with the VOEST Bridge as primary and the Bypass Bridges as secondary element. This hierarchy becomes apparent in the smaller size and diameter of the Bypass Bridges pylons and their reduced amount of tension cables. Additionally the geometry of the Bypass Bridges, including dimensions between axes and the tensions cables angle of inclination, refers to the VOEST Bridge.

Each Bypass Bridge consists out of two segments: the cable-stayed element crossing the Danube’s riverbed and a box-section bridge spanning the adjacent flooding area.

Pedestrians and Cyclists
The Bypass Bridges are also used by pedestrians and cyclists. To create an attractive crossing of the Danube, the pedestrian and cyclist tracks are separated from the motorised traffic by the structure of the cable-stayed element. At the box-section bridge element motorised and non-motorised traffic are separated by varying levels – the pedestrian and cyclist tracks decay towards the river banks below the level of the highway traffic.