Bühne im Hof

Erweiterung der Bühne im Hof
Julius Raab Promenade 37
3100 St. Pölten
Österreich

Planungsdaten
Geladener, einstufiger Realisierungswettbewerb
Projektstatus: Fertiggestellt
Wettbewerb: 2002
Planungsbeginn: November 2002
Baubeginn: Dezember 2003
Baufertigstellung: September 2004

Projektdaten
Grundstücksfläche: 471 m²
Brutto-Grundfläche: 1.050 m²
Nutzfläche: 925 m²
Bebaute Fläche: 398 m²
Umbauter Raum: 4.440 m³

Auftraggeber
NEMUS Grundstückvermietungs G.m.b.H.

Team
Architektur:
SOLID architecture
in Zusammenarbeit mit
pfeil architekten Ziviltechniker GmbH
Statik:
Klestil ZT GmbH
Haustechnik:
All-Projekt Technisches Büro GmbH

Das für die Erweiterung vorgesehene Grundstück liegt in der Altstadt von St. Pölten und grenzt im Süden an die bestehende Bühne im Hof. Es ist nur über Wegeservitute erschlossen. Im Westen springt der Baukörper zurück und schafft Raum für einen kleinen Vorplatz. Durch dieses Abrücken von der Grundgrenze kann der Baukörper großzügig geöffnet und belichtet werden. Die Bühne im Hof erhält eine repräsentative Fassade.

Der Vorplatz dient der Anlieferung und als zweiter Zugang zum Theater. Gleichzeitig ist er eine Pufferzone zum angrenzenden Parkplatz. Der Vorplatz ist in offene und überdeckte Bereiche gegliedert und kann als Wartebereich und als Gastgarten genutzt werden.

Über einen Windfang setzt sich der Vorplatz in das Pausenfoyer fort. Es zeichnet den für die Bühne im Hof namengebenden Hof-Charakter des Bestandes nach: Der zweigeschossige, hohe Raum wird durch zwei große Oberlichten zu einem abstrahierten Innenhof. An ihn angeschlossen sind ein niedrigerer Bar-Bereich und eine Galerie. Das Zusammenspiel dieser drei Bereiche ermöglicht die flexible Nutzung des Pausenfoyers bis hin zu einem eigenständigen Veranstaltungsraum.

Im Erdgeschoss beinhaltet der Zubau darüber hinaus ein zum Vorplatz hin offenes Kartenbüro, eine Gastronomieküche, Lagerräume und im Obergeschoss einen Bürotrakt und einen Besprechungsraum. Eine Seitenbühne schließt an die bestehende Bühne an. In ihr befindet sich ein Scherenhubtisch, der auch vom Vorplatz aus beladen werden kann. Der Scherenhubtisch verbindet die Seitenbühne mit den neu geschaffenen Lagerräumen im Keller.

Der Zubau erfüllt die geforderte Flexibilität mit Räumen die ineinander übergehen, sich verschränken und nach Bedarf zusammengeschalten werden können.

Der Enge des Grundstückes wird mit Räumen begegnet die ineinander übergehen und sich in den Außenraum erweitern.

Bühne im Hof

Erweiterung der Bühne im Hof
Julius Raab Promenade 37
3100 St. Pölten
Austria

Planungsdaten
1st prize in invited competition
Projektstatus: completed
Competition: 2002
Start of Planning: November 2002
Start of Construction: Dezember 2003
Completion: September 2004

Project Data
Site area: 471 m²
Gross Area: 1.050 m²
Useable Surface: 925 m²
Built up Area: 398 m²
Building Volume: 4.440 m³

Client
NEMUS Grundstückvermietungs G.m.b.H.

Team
Architecture:
SOLID architecture
in cooperation with
pfeil architekten Ziviltechniker GmbH
Structural engineering:
Klestil ZT GmbH
Heat/Ventilation/Electrical engineering:
All-Projekt Technisches Büro GmbH

The ”Bühne im Hof” is a theatre comprising 400 seats, and it is situated in the old part of St. Pölten, the capital of Lower-Austria. It was extended on an adjacent plot and enlarged by a foyer with catering trade, which can also serve as a separate theatre room. This extension further includes offices and additional storage facilities as well as a side stage.

The extension building is set back from the boundary, creating a small forecourt which serves as entrance to the theatre for delivery and access. It also creates a buffer to the adjacent parking lot. It is divided into covered and uncovered areas which may be used as meeting and waiting area in front of the foyer as well as a little outdoor dining area.

The forecourt extends through the vestibule into a spacious foyer which imitates the court charactertypical for the "Bühne im Hof". The high two-storey room is turned into an abstracted inner courtyard with a lower bar area and a gallery by means of two large fanlights. The inter-action of these three areas makes a flexible use of the foyer possible and creates a varied spatial experience.

On the ground floor, the extension further comprises a ticket booth opened up to the forecourt, a catering kitchen, and storage rooms, on the first floor, there are situated offices and a conference room. The already existing stage is connected with a side stage. By means of a lift table, which may also be loaded up from the forecourt side, it creates a unified structure with the newly constructed storage rooms in the cellar.

The vertical merge of the foyer with the office tract creates optimum illumination of both parts and, simultaneously, a dynamical spatial experience.

Through its bended roof areas of different heights and its spatial complexity, the new construction resumes the image of the surrounding old part of the city with its tiny and divided structure.