Wientalquerung

Hadikgasse / Hietzinger Kai
1130 / 1140 Wien
Österreich

Planungsdaten
Drei Eisenbahnbrücken, die das Wiental zwischen den U-Bahn Stationen Unter St. Veit und Ober St. Veit queren

Verhandlungsverfahren ohne vorherigen Aufruf zum Wettbewerb

Verfahren: Jänner 2018

Projektdaten
Brückenlänge: ca. 108 m
Spannweite: ca. 46 m
Konstruktion: Stahl

Auftraggeber
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft

Team
Architektur:
SOLID architecture

Statik:
BERNARD Ingenieure ZT GmbH

Die Westeinfahrt Wiens ist einer der Hauptzubringer in die Stadt. Sie führt durch das Wiental, das mit seinen parallel zum Wienflusses verlaufenden Verkehrsadern einen unverwechselbaren, linearen Stadtraum bildet. Die bestehenden Eisenbahnbrücken unterbrechen diesen linearen Raum und bilden eine visuelle Barriere. Der Entwurf der neuen Eisenbahnbrücken schafft hingegen eine Torsituation. Anstatt des Durchduckens unter hohen Brückenquerschnitten bilden die neuen Brücken ein Tor, das den Blick entlang des Wientals kaum einschränkt. Die Hochlage der Gleise in Kombination mit dem niedrigen Brückenquerschnitt ermöglichen es dem Tor eine lichte Höhe von ca. 8,5m zu erreichen. Eine Dimension, die dem Maßstab dieses bedeutsamen Stadtraumes gerecht wird.

In ihrer Materialität greifen die Brücken auf die Stahl-Fachwerkbrücken des Bestandes zurück, ohne diese zu imitieren. Sie stellen die radikale Reduktion eines Fachwerkes dar und sind eine zeitgemäße Anwendung des Baustoffes Stahl im Brückenbau.

Die neuen Eisenbahnbrücken haben eine signifikant einfache Geometrie. An ihr sind die Reduktion der Spannweiten und das daraus entstehende Durchlaufsystem unmittelbar ablesbar. Die Anzahl der Details ist zu Gunsten einfacher, homogener Querschnitte reduziert. Durch diese Reduktion auf das Wesentliche wirken die sich wiederholenden Brücken wie Silhouetten. Details treten zu Gunsten des freien Durchblicks entlang des Wientals in den Hintergrund.

An den Stahlbetonpfeilern werden die sich kreuzenden Richtungen der Eisenbahntrassen und des Wientals gestalterisch aufgenommen, die Bildung einer visuellen Barriere wird vermieden.

Wientalquerung

Hadikgasse / Hietzinger Kai
1130 / 1140 Vienna
Austria

Planning Data
Design of three railway bridges across the river Wien

Negotiated procedure without prior call for competition

Date: January 2018

Project Data
Bridge length: approx. 108 m
Span width: approx. 46 m
Construction: Steel

Client
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft

Team
Architecture:
SOLID architecture

Structural engineering:
BERNARD Ingenieure ZT GmbH

The west entrance of Vienna is one of the main roads into the city. It leads through the Wiental, which forms a distinctive, linear urban space with its traffic arteries running parallel to the Wien river. The existing railway bridges interrupt this linear space and form a visual barrier. By contrast, the design of the new railway bridges creates a gate situation and hardly limits the view along the Wiental. The high position of the tracks in combination with the low bridge cross-section allows the gate to reach a clear height of approx. 8.5m. A dimension that lives up to the standard of this significant urban space.

In terms of their materiality, the bridges refere to the steel truss bridges of the existing structure without imitating it. They represent the radical reduction of a framework and are a contemporary application of the building material steel in bridge construction.

The new railway bridges have a significantly simple geometry. The reduction of the spans and the resulting continuous beam are directly readable. The number of details is reduced in favor of simpler, homogeneous cross-sections. Through this reduction to the essential, the repetitive bridges act like silhouettes in favor of a clear view along the Wiental.