AHS Ettenreichgasse

Ettenreichgasse 41-43
1100 Wien
Österreich

Planungsdaten
Sanierung und Erweiterung der AHS Ettenreichgasse.

1. Platz im internationalen, offenen Wettbewerb.

Verfahren: August 2018

BIM-Pilotprojekt

Projektdaten
Brutto-Grundfläche: 14.631,53 m²
Netto-Grundfläche: 12.402,38 m²

Auftraggeber
BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Team
Architektur:
SOLID architecture
TGO:
K2Architektur
Tragwerk + Bauphysik:
Woschitzgroup
Haustechnik:
HTB-Plan
Brandschutz:
Hoyer Brandschutz
Sportplanung:
RAUMKUNST
Kulturtechnik:
Schattovits Ziviltechniker
Baumexperten:
Arbeitsgruppe Baum Ingenieurbüro
Ausschreibung:
BIMCOS

Architektonisch (Logik der Erschließung, Materialien, Fassadengestaltung, etc.) bildet der Bestand den Ausgangspunkt, an den sich die Maßnahmen der Erweiterung anlehnen mit dem Ziel ein einheitliches Ganzes zu schaffen.

Städtebau
Der notwendige Zubau beschränkt sich im Wesentlichen auf den entlang der Ettenreichgasse gelegenen Bauteil. Nach Südwesten hin wird die Baufluchtlinie unterirdisch unterbaut, und im Bereich des Turnhallentraktes werden lediglich Terrassen und ein außen liegendes Fluchtstiegenhaus errichtet.

Zugang
Von der Ettenreichgasse gelangt man über einen adäquat dimensionierten Vorplatz ebenerdig zum Haupteingang der Schule. Der gesamte Vorplatz ist von der in den Windfang integrierten Portierloge aus einsehbar und kann mit einem Schiebetor von der Ettenreichgasse abgetrennt werden.

Der Windfang ermöglicht es bei schlechtem Wetter die Schüler direkt in die Zentralgarderobe zu leiten. Bei externen Veranstaltungen gewährleistet er einen kreuzungsfreien Zugang zum multifunktionalen Bewegungsfestsaal.

Entlang einer Sitzstufenanlage gelangt man vom Hauptzugang über eine großzügig belichtete Eingangshalle auf die bestehende Hauptverbindungsachse im Erdgeschoß – die einfache Orientierung im Gebäude ist somit gewährleistet.

Funktionsverteilung
Die Unterstufen-Cluster einschließlich der Ganztagesklassen-Cluster sind kompakt um das zentrale Stiegenhaus herum im Erdgeschoß und 1. Obergeschoß angeordnet. Alle offenen Lernzonen liegen an diesem Stiegenhaus und sind von diesem gut einsehbar.

Die Oberstufen-Cluster und Sonderunterrichtsräume sind in peripheren Bereichen im 2. Obergeschoß und im Verbindungstrakt zu den Turnhallen untergebracht. Diese Cluster können mit geringem Aufwand zu einem Departement System umgebaut werden.

Funktionen im Detail
Das Art Lab nutzt die Raumreserven im Bestand in zentraler Lage mit direktem Zugang zu einer südseitig gelegenen Terrasse im Garten.

Die Ganztagesschule ist vom Rest der Schule abtrennbar. Den vier Klassen stehen insgesamt vier Bereiche für Gruppenarbeit mit ganz unterschiedlichen räumlichen Qualitäten zur Verfügung, von einer offenen Lernzone, die mit dem EDV Saal koppelbar ist über Lernzonen an einem Innenhof bis zu einer Freiluftklasse.

Die Zentralgarderoben sind an prominenter Stelle gelegen, natürlich belichtet und gut einsehbar, sowohl von der Schulwartloge als auch vom Herzstück der Schule. Die Garderobe, der erste Raum, den die Schüler betreten und verwenden, ist im Sinne einer umgekehrten „broken window“ - Theorie konzipiert. Die Garderobe besitzt architektonische Qualität und signalisiert die Wertschätzung der Schule gegenüber dem Schüler. Dieser Raum vermittelt: Willkommen in der Schule!

Räume und Türen sind so platziert, dass es nahezu überall möglich ist sich aus dem Weg zu gehen – Konfliktpotential unter SchülerInnen wird dadurch vermieden, ebenso nicht einsehbare Räume.

Fassadenkonzept
Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Funktionalität der Räume und der Schule als Ganzes. Die Gestaltung der Fassade führt den Bestand weiter, je nach Ergebnis einer detaillierteren Kostenschätzung wird die Fassade hinterlüftet oder als VWS Fassade mit mineralischer Dämmung ausgeführt. Alle Fenster verfügen über einen außen liegenden Sonnenschutz.

Konstruktive Beschreibung
Das statische System des Bestandes wird in den neuen Bauteilen fortgeführt, d.h. die Tragstruktur ist als Stahlbetonskelettbau mit Flachdecken, Stützen, sowie aussteifenden Wänden konzipiert. Die Erweiterung ist so konzipiert, dass die notwendigen Unterfangungen auf ein Minimum reduziert werden. Die statische Struktur am Übergang Neubau zu Bestand wird entkernt und in Sitzelemente mit Holzverkleidungen integriert.

AHS Ettenreichgasse

Ettenreichgasse 41-43
1100 Wien
Austria

Planning Data
Refurbishment and extension of the secondary school ‚AHS Ettenreichgasse’.

1st prize in international, open competition

Date: august 2018

Project Data
Gross Area: 14.631,53 m²
Net Area: 12.402,38 m²

Client
BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Team
architectural planning:
SOLID architecture
tech & comm management:
K2Architektur
structure and building physics:
Woschitzgroup
building services:
HTB-Plan
fire prevention planning:
Hoyer Brandschutz
sport space planning:
RAUMKUNST
civil engineering:
Schattovits Ziviltechniker
tree planning:
Arbeitsgruppe Baum Ingenieurbüro
tender:
BIMCOS

Architecturally (logic of access, materials, facade design etc.), the existing building forms the starting point for all further measures, aiming for creating a unified whole.

Urban planning
The necessary addition is limited to the component located along the Ettenreichgasse. The building line is built underground to the southwest, and in the area of the gym wing only terraces and an outside escape stairway are built.

Access
From Ettenreichgasse you can reach the main entrance to the school at ground level via an adequately dimensioned forecourt. The entire forecourt can be seen from the concierge box that is is integrated in the porch and can be separated from the Ettenreichgasse with a sliding gate. The porch enables the pupils to be guided directly into the central wardrobe in bad weather. At external events, it ensures cross-free access to the multifunctional movement ballroom.

Along a seat step system, you can access the main connection axis on the ground floor from the main entrance via a generously lit entrance hall - this ensures easy orientation in the building.

Distribution of functions
The lower-level clusters, including the full-day class clusters, are compactly arranged around the central staircase on the ground floor and first floor. All open learning zones are located on this staircase and are clearly visible from there.

The upper level clusters and special classrooms are located in peripheral areas on the second floor and in the connecting wing to the gyms. These clusters can be converted into a department system with little effort.

Functions in detail
The Art Lab uses the space reserves in the existing building in a central location with direct access to a south-facing terrace in the garden.

The all-day school can be separated from the rest of the school. The four classes have a total of four areas for group work with very different spatial qualities, from an open learning zone that can be connected to the IT room, through learning zones in an inner courtyard to an open-air class.

The central cloakrooms are in a prominent position, naturally exposed and easy to see, both from the school attendant box and from the heart of the school. The cloakroom, the first room that the students enter and use, is designed in the sense of a reverse "broken window" theory. The cloakroom is of architectural quality and signals the school's appreciation of the pupil. This room conveys: Welcome to school!

Rooms and doors are placed in such a way that it is possible to get out of the way almost everywhere - this avoids potential for conflict among pupils, as well as rooms that cannot be seen.

Facade concept
The focus of the project is on the functionality of the rooms and the school as a whole. The design of the facade continues the exisitng style, depending on the result of a more detailed cost estimate, the facade is back-ventilated or designed as a composite heat insulation system with mineral insulation. All windows have external sun protection.

Constructive description
The static system of the exisiting building is continued in the new components, i.e. the load-bearing structure is designed as a reinforced concrete skeleton structure with flat ceilings, columns and stiffening walls. The extension is designed in such a way that the necessary underpinnings are reduced to a minimum. The static structure at the transition from the new building to the existing building is gutted and integrated into seating elements with wooden cladding.